Tridonic: Tochtergesellschaft verklagt deutschen Händler wegen Patentverletzung und bringt neue lineare Beleuchtungsprodukte auf den Markt
Die Tridonic Jennersdorf GmbH, die in Jennersdorf ansässige Tochtergesellschaft der Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn (im Folgenden „Tridonic" genannt) und Mitglied der Zumtobel Group Lighting Group, gab kürzlich bekannt, beim Landgericht München I Klage gegen den deutschen Händler Ingram Micro Distribution GmbH erhoben zu haben.
Die Klage konzentriert sich auf LED-Patentrechte (IP), die von der B.O.S.E.-Allianz gehalten werden, der Tridonic angehört, und wirft den von der Ingram Micro Distribution GmbH verkauften HTC-Smartphones mit LED-Ausstattung vor, die genannten Patente zu verletzen.
Laut Vorstellung hält die B.O.S.E.-Allianz, bestehend aus Tridonic Jennersdorf GmbH, der japanischen Toyoda Gosei, Ltd., der deutschen Leuchtstoffwerk Breitungen GmbH und Litec GbR, die Grundlagenpatente für die „LED-Technologie, die die Kombination aus blauen LED-Chips und gelben Silikat-Leuchtstoffen in weißes Licht umwandelt".
Die silikatbasierte Weißlicht-LED-Technologie ermöglicht die Herstellung von hochpräzisen, hellen Weißlicht-LEDs. Die Hauptanwendungsbereiche dieser Weißlicht-LEDs umfassen Smartphones, Laptops, GPS und andere Displays, was bedeutet, dass diese Technologie einen beträchtlichen Anteil des heutigen LED-Marktes ausmacht.
Erwähnenswert ist, dass die diesmal von Tridonic eingereichte Patentklage die zweite derartige rechtliche Maßnahme ist, die das Unternehmen kürzlich im Rahmen von B.O.S.E. IP ergriffen hat. Im April 2017 reichte Tridonic eine Patentverletzungsklage gegen den Telekommunikationseinzelhändler S-KON eKontor24 ein und beschuldigte ihn, durch den Verkauf von HTC-Smartphones mit LEDs das oben genannte Patent zu verletzen. Tridonic erklärte, dass das Landgericht München die Ansprüche von Tridonic bestätigt habe, die Parteien jedoch zur Rechtssicherheit und schnellen Beilegung des Streits einen Vergleich geschlossen hätten.
Berichten zufolge bietet die B.O.S.E-Allianz zwei verschiedene Lizenzmodelle an, um diese Weißlicht-LED-Technologie in der LED-Branche anwenden zu können: eine Anwendungslizenz für die Nutzung der Weißlicht-LED-Technologie und eine Materiallizenz für die Herstellung und den Verkauf von orthosilikatbasierten Leuchtmaterialien. Bis März dieses Jahres hat die B.O.S.E.-Allianz Anwendungslizenzen für ihre Weißlicht-LED-Technologie an mehr als 40 LED-Hersteller weltweit vergeben.
Wenden wir uns den Produktnachrichten zu.
Flexible LED-Streifen werden bei Lichtdesignern und Fachleuten immer beliebter. Solid-State-Beleuchtungsprodukte (SSL) können in Vouten, unter Schränken und vielen anderen Orten im Innen- und Außenbereich versteckt werden.
Tridonic hat seinem Produktsortiment eine neue lineare LED-Lichtmaschine (Modul) hinzugefügt, die feuchten Umgebungen im Innen- und Außenbereich standhält.
Das Produkt hat die Wasserdichtigkeitsklasse IP67. Die 6 ist die höchste Stufe des Schutzes gegen Feststoffe, was bedeutet, dass selbst Staub nicht in den Streifen eindringen kann. Die zweite Ziffer steht für den Schutz gegen Flüssigkeiten — 7 ist die zweithöchste Stufe und bedeutet, dass das Produkt 30 Minuten Eintauchen standhält.
Tridonic verwendet eine Fertigungstechnologie namens airgap zur Herstellung von LED-Modulen. Das Unternehmen gibt an, dass diese Technologie sowohl eine hohe IP-Schutzart erreichen als auch sicherstellen kann, dass LEDs im Laufe der Zeit keine Farbverschiebung aufweisen.
Je nach Länge kann das Modul einen Lichtstrom von 600, 1200 oder 1800 lm liefern, mit verschiedenen Farbtemperaturen von 2700K, 3000K oder 4000K, um den Anforderungen unterschiedlicher Einsatzszenarien gerecht zu werden. Darüber hinaus unterstützt das neue Modul auch das Dimmen und bietet eine Lebensdauer von 50.000 Stunden.