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Würdigung der Lichtplanung für die Ausstellung „Werdendes Ruhrgebiet“

Quelle: China Light Aufrufe: 2
Die Ausstellungshallen wurden durch die Verbindung ehemaliger Kohlebunker geschaffen. Sie bilden einen kirchenähnlichen dreischiffigen Raum. Die Ausstellungsarchitektur reagiert auf die raumdefinierende Struktur, wobei Installationen mehrere Raumtrennungen durchziehen. Flache Plattformen und Ausstellungsobjekte sowie Sockel schlängeln sich durch die Räume und trennen den Innenraum von der vorherigen Kohlebunker-Architektur.



Das Raster aus Lichtflecken erstreckt sich über die gesamte Ausstellungshalle. Das Licht durchdringt hinterleuchtete Platten und schafft eine Innenbeleuchtung, um die Exponate in halbdunklen Bereichen zu schützen.


Der Weg durch die Ausstellungshalle folgt einem spiralförmigen Muster, windet sich nach links und rechts, bevor er die Mitte des Raumes erreicht, wo die berühmtesten und wertvollsten Exponate ausgestellt sind: frühmittelalterliche Objekte aus den Abteien Werden und Essen. Der Eingang ist durch drei schräge Ebenen markiert, die mit prähistorischen Artefakten ausgekleidet sind.




Die beiden Hälften des Raumes haben unterschiedliche Strukturen. Rechts, wo prähistorische Artefakte ausgestellt sind, ist der Weg gebogen. Dieser „introvertierte“ Ausstellungsbereich wird hauptsächlich für kleine, sporadische und weniger lichtempfindliche Objekte genutzt. Exponate sind in Ecken platziert oder ragen in turmartige Vitrinen hervor, die von Strahlern beleuchtet werden.


Auf der linken Seite des Raumes sind frühmittelalterliche Artefakte einzeln in strengen geometrischen Mustern parallel zu den Ecken ausgestellt. Der Weg führt im rechten Winkel zur Mitte des Raumes, wo die ersten Handschriften der Region in separaten Vitrinen konzentriert sind.


Buchleuchten wurden speziell für die Beleuchtung dieses Projekts entwickelt und bieten eine gleichmäßige Lichtverteilung, die detaillierte Untersuchungen ermöglicht.






Als Bezugnahme auf die Industriedenkmäler der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre sind die Raumteilungen durch schwarz lackierte Industrieketten gekennzeichnet, die die Raumgrenzen definieren und zonen. Diese „Ketten“ erinnern an die Rüstung mittelalterlicher Krieger und ihre Verwendung als Komponenten in Brücken, Schiffshebewerken und Fördersystemen in der frühen Industrie- und Verkehrsarchitektur.
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